2011 – G-Judo

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Mit Gerhard Posch tauchte im Jahr 2011 ein alter Bekannter wieder im Training auf. Mit dabei hatte er “ein paar junge Burschen” aus Attl, denen Gerhards Meinung nach Judo “gut tun” würde. Der Beginn des G-Judo in Rott. Aber lesen wir, was Gerhard selbst dazu sagt:

Meine Bewohner wollten damals eigentlich was “Cooles” machen wie Kickboxen, Kung Fu oder Ähnliches. Judo kannten sie damals nicht. Im Gespräch mit ihnen stellten wir dann schnell fest, dass sie ja sehr beschränkte Mittel haben und sich so eine Mitgliedschaft bei solchen Clubs gar nicht leisten könnten.

So kam der Vorschlag von mir, dass ich sie zu uns ins Training begleite. Das Training gefiel ihnen, sie haben immer ein Ziel vor Augen, entweder Gürtelprüfung oder ein Turnier. Was die Gruppe aber auch noch zusammenhält, ist unser gemeinsames Zusammensitzen nach den Trainings bei Giuseppe im Sportheim und mit dem ein oder anderen Judokollegen.

Ich empfinde das als gelebte Inklusion, wo es ein “Wir” gibt. So identifizieren sich mittlerweile unsere G-Judokas mit der Judoabteilung, denn wenn man sie frägt, sind sie in der Judoabteilung des ASV Rott und nicht in Attl.

Das alles konnte aber auch nur so wachsen, weil wir im Verein vorbehaltlos aufgenommen wurden. Wir sind voll ins Vereinsleben und ins Training integriert und werden von allen Mitgliedern akzeptiert.

Mittlerweile ist G-Judo ein fester Bestandteil im ASV Rott/Inn. Ein “harter Kern” von etwa fünf bis acht Attlern trainiert regelmäßig, die meisten davon fahren oft auf Wettkämpfe (siehe Beitragsfoto), bestens gecoacht von Gerhard Posch, und sind sehr erfolgreich. Aushängeschild ist Florian Linsner, der amtierende Bayerische und Internationale Deutsche Meister in der WK II bis 81 kg. Letztes Jahr qualifizierte sich Florian sogar für die Weltmeisterschaft in Köln, wo er einen hervorragenden 5. Platz belegte.

Im Bild unten sehen wir Florian (rechts) in Aktion auf der Bayerischen Einzelmeisterschaft 2017, die die Judoabteilung ausgerichtet hat.