Seit einigen Jahren gibt es bei uns eine eigene Trainingsgruppe „Judo-Freestyle und Kata“, die regelmäßig einmal in der Woche trainiert. Hervorgegangen ist diese Gruppe aus einem zunächst nur sporadischen Training interessierter Kinder und Jugendlicher vor besonderen Terminen wie dem “Rotter Oktober”, einer Gewerbeschau, bei der auch Vereine die Möglichkeit erhielten, sich zu präsentieren. Die Judoabteilung machte dies u.a. mit Vorführungen, die bereits damals eine Mischung aus Judotechniken, akrobatischen Elementen und Fallschule enthielten.

Einige Kinder und Jugendliche hatten so viel Spaß daran, dass der Wunsch nach einem eigenen Training entstand. Nach einigem Auf und Ab hat sich dieses heute etabliert und es passt gut, dass der Deutsche Judobund mittlerweile „Freestyle-Judo“ für sich entdeckt hat.

Unabhängig davon erarbeitet die Gruppe aber auch immer wieder öffentliche Kurzprogramme. Gezeigt wurden diese z.B. anlässlich der 70-Jahr-Feier des ASV Rott/Inn, der 50-Jahr-Feier der Judoabteilung, in einigen Schulen der Umgebung, bei der ein oder anderen von uns ausgerichteten Judo-Veranstaltung oder der eigenen Vereinsmeisterschaft.

Eine gute Möglichkeit also, Judo nach außen zu tragen und die Vielfalt des Judo zu zeigen. Aber auch ein Instrument für die Mitgliederbindung. Besonders weibliche Jugendliche in der Pubertät fühlen sich davon oft angesprochen (während das Thema Wettkämpfe häufig abschreckend wirkt). Ein weiterer Vorteil ist, dass man das sonst manchmal als langweilig empfundene Thema Kata gut integrieren kann.

Während die aktuelle Gruppe überwiegend aus Jugendlichen ab zwölf Jahren und älter besteht, waren die ersten Vorführungen noch von einer weiteren positiven Eigenschaft geprägt: Hier machten auch viele Kleinere mit, die entsprechend ihrem Können eingebunden wurden. Das hat auch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

  • Kurzbeschreibung: Entwerfen, Einüben und Vorführen einer 5-15-minütigen Mischung aus Judotechniken, akrobatischen Elementen und Fallschule
  • Zeit- und personeller Rahmen: Sporadisch: je nach Umfang zwei bis fünf (Sonder-)Trainingseinheiten, ein oder zwei Trainer; regelmäßig: wöchentliches Training sowie zusätzliche Einheiten vor Aufführungen
  • Organisationstipps: Aufführungen sollten etwa 5-15 min dauern, Musikunterlegung kommt immer gut (GEMA beachten!), manchmal auch Kommentierung; nicht zu kompliziert (beginnen) - was man zeigt, sollte sitzen, auch einfache Dinge können spektakulär sein; Judokas beim Ausarbeiten der "Choreographie" miteinbinden; viele typische Übungen aus dem Judotraining lassen sich gut einbauen; Zielgruppe beachten (z.B. Judo-Fremde oder Freestyle-Wettkampf?)
  • Bewertung: Eine gute Möglichkeit, Judo nach außen zu tragen, die gleichzeitig zur Mitgliederbindung beiträgt. Erfordert aber einen gewissen Aufwand (auch in der Vorbereitung der Trainer).

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