Der ASV Rott/Inn hat bisher einmal einen Freundetag durchgeführt. Sollte ich noch einmal verantwortlich für eine solche Aktion sein, würde ich ein paar Dinge anders machen. Vor allem würde ich mir vorher Gedanken machen, welche Mitglieder ich genau gewinnen möchte und wo und wie ich dann diese am besten einbinde. Das heißt nicht, dass ich nicht eventuell trotzdem Freunde von alt bis jung zulasse – aber ich würde auf jeden Fall einen Schwerpunkt bei der nachfolgenden Integration setzen. Man sollte sich bewusst sein, dass viele der so angeworbenen Freunde auch danach mit ihren Freunden trainieren wollen. Es ist aber nicht für jede Trainingsgruppe so einfach zu stemmen, mal schnell ein paar Anfänger zu integrieren.

Im Zusammenhang mit dem Freundetag haben wir damals etwa sechs Jugendliche über zehn Jahren gewonnen sowie einige jüngere. Außerdem haben ein paar Eltern (zusätzlich zu den damals ebenfalls ein- bis zweimal pro Jahr stattfindenen Eltern-Kind-Trainings) einen Einblick ins Judo bekommen. Solche Eltern lernt man näher kennen und sie sind oft (leichter) bereit, sich für kurzzeitige unterstützende Tätigkeiten (Kuchenbacken- und -verkauf, Mattenaufbauen bei Veranstaltungen, Helfen beim Zeltlager etc.) engagieren zu lassen.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass fünf Jahre danach von diesen sechs Jugendlichen nur noch eine dabei ist. Allerdings hatten wir damit in der schwierigen Phase der Pubertät eine insgesamt große Gruppe, die immer alle (oder in jeweils ausreichend großen Teilen) eine Gemeinschaft bildeten. Dies ist sicher einer mit der Gründe, dass von den ursprünglichen Judokas fast keiner abgesprungen ist und wir so überhaupt noch 15-17-jährige Aktive haben.

  • Kurzbeschreibung: Jeder Judoka (einer oder aller Trainingsgruppen) bringt zu einem bestimmten Termin einen oder mehrere Freunde mit, die noch nicht oder nicht mehr Judo machen und zeigt ihnen im Rahmen eines gemeinsamen Trainings, wie toll Judo ist.
  • Zeit- und personeller Rahmen: 1½-2 h Training, zwei oder mehr Trainer
  • Organisationstipps: Genügend Vorlauf einplanen, Werbung / Erläuterung bei eigenen Judokas im Vorfeld, Urkunde und Schnuppertrainings-Gutscheine für Freunde, Training soll mit Spaß Grundlagen des Judo vermitteln und die eigenen Judokas als "Hilfstrainer" miteinbinden.
  • Bewertung: Gut geeignet zum Anwerben von Neumitgliedern, sollte aber nicht zu häufig gemacht werden und man sollte wissen, wie man die so gewonnenen "Neuen" einbindet.

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